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Geschichte
des Klosters
Am 1.
Februar 1229 übergab Bischof Siegfried von Regensburg
dem Predigerorden die Kirche St. Blasius und das angrenzende
Haus mit Hofstatt. Wahrscheinlich bewog die Bekämpfung
häretischer Bewegungen im Donauraum den Bischof zur Gründung.
Bald darauf begannen die Predigerbrüder den Bau einer
neuen Kirche und der Klostergebäude.
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großangelegte Ausbau des Klosters lässt
die Bedeutung der Niederlassung erkennen, die bis zur
Reformation anhielt. Acht Provinzialkapitel der "Teutonia"
fanden bis 1500 im Regensburger Konvent statt. 1271 und
1272 konnten neue Konvente in Landshut, Eichstätt
und Bozen (Südtirol) von Regensburg aus gegründet
werden. Erhaltene Gedenk und Wappensteine in Kirche und
Kreuzgang weisen auf enge Verbindungen zu Regensburger
Patriziern und Adelsgeschlechtern der Umgebung hin. 1292
schlichtete Bischof Heinrich II. von Rotteneck einen Streit
zwischen Stadtklerus und den Dominikanern um das Begräbnisrecht. |
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Neben den
üblichen Seelsorgsaufgaben versah das Kloster seit dem
13. Jh. den geistlichen Dienst im Dominikanerinnenkloster HI.
Kreuz (gegr.1233, 1245 dem Orden inkorporiert), später
auch in der Deutschordenskirche St. Aegid. Die Betreuung von
Beginen ist ebenfalls bezeugt.
Für
den überdurchschnittlichen Rang des Ordensstudiums bürgte
das zeitweilige Wirken berühmter Männer wie Albertus
Magnus (2 Jahre zwischen 1236/40), Berthold von Moosburg (14.
Jh.), Johann Herolt und Johann Schwarz gen. Nigri (15. Jh.)
im Regensburger Konvent. Die Regensburger Bibliothekskataloge
von 1347 lassen erkennen, dass die Bibliothek der Prediger
unter den Mendikantenklöstern am besten ausgestattet
war.
1475 von
Nürnberg aus der Ordensreform zugeführt, geriet
das Kloster zur Zeit der Glaubensspaltung in Schwierigkeiten.
Die Zahl der Konventualen schmolz zusammen. Trotz der Proteste
von Kaiser und Bischof beschlagnahmte die Stadt 1542-1557
und 1563-1630 das Kirchenschiff für den protestantischen
Gottesdienst. Den Dominikanern blieb nur der Chor. Die 6000
Gulden zur Auslösung des Kirchenschiffs, wovon der spanische
Gesandte beim Reichstag, Don Carlos d'Avila, allein 4000 beisteuerte,
wurden zur Errichtung der Dreieinigkeitskirche verwandt. Nach
der Reformation errang das Regensburger Kloster inmitten einer
andersgläubigen Reichsstadt nie wieder die alte Bedeutung.
Die neue,
doch mit dem Mittelalter nicht mehr vergleichbare Blüte
gegen Ende des 17. und im 18. Jh. beendete das Zeitalter der
Säkularisation durch die Aufhebung des Konventes. Nachdem
am Ende des 18. Jh. die Klosterdisziplin verfallen war, setzte
Fürsterzbischof Dalberg 1806 die verbliebenen Dominikaner
auf Pension. 1809 erlosch das klösterliche Leben endgültig.
Die Franzosen hatten bei der Belagerung Regensburgs das einstige
Jesuitenkolleg St. Paul in Brand geschossen. Deshalb übertrug
Dalberg 1809 das Bischöfliche, später Königlich
Bayerische Lyzeum, das dort errichtet worden war, in das Dominikanerkloster.
Die Blasiuskirche wurde Studienkirche. Im Jahr darauf wies
man der Marianischen Männerkongregation St. Blasius als
Kongregationskirche zu.
1959 übernahm
der Freistaat Bayern die ehem. Studienstiftung St. Paul. Eine
Restauration der Kirche und Klostergebäude war unumgänglich
geworden. Im Herbst 1966 begann in mehreren Abschnitten die
Restaurierung der Kirche. Mit einer feierlichen Pontifikalmesse
gab Bischof Dr. Rudolf Graber am 25. Juli 1971 die Dominikanerkirche
St. Blasius wieder für den Gottesdienst frei. Der ebenfalls
sanierte Klosterbau beherbergte bis 1973 die Katholisch-Theologische
Fakultät der 1962 gegründeten Universität.
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